Verbands-Presseticker
(Köln) - Im Jahr 2002 sind schätzungsweise fast 23 Milliarden Euro mehr an Unternehmenskapital nach Deutschland geflossen, als deutsche Firmen im Ausland investiert haben. In den Jahren zuvor war der Saldo fast immer negativ gewesen. Es wäre jedoch fehl am Platze, die jüngsten Zahlen als Beleg für die angeblich hohe Attraktivität des Standorts Deutschland zu bejubeln. Zum einen kommt die neueste Direktinvestitionsbilanz strahlender daher, weil mit knapp 22 Milliarden Euro deutlich weniger Kapital ins Ausland abwanderte als in den Vorjahren in 2001 war es z.B. noch mehr als doppelt so viel.
(Berlin) - Das ist keine Reform. Es fehlen zielführende Ansätze für eine dauerhaft finanzierbare Gesundheitsversorgung. Mit dieser Einschätzung zur Schmidt-Reform unterstreicht der Vorsit-zende der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung (KZBV), Dr. Rolf-Jürgen Löffler, dass eine einseitige Betrachtung der Ausgabenseite ohne die Finanzierungsreform der Rürup-Kommission unrealistisch sei. Außerdem kritisiert er das chaotische Zeitmanagement der von schlechten Wahlergebnissen gehetzten Ministerin. Von Qualität könne man in diesem Zusammenhang weder organisatorisch noch inhaltlich reden. Es mache sich vielmehr ein Eindruck von Hilflosigkeit breit.
(Berlin/Bonn) - Der Naturschutzbund NABU hat die massive finanzielle Unterstützung der Transrapid-Projekte in München und im Ruhrgebiet mit zusätzlichen Mitteln aus dem Bundeshaushalt scharf kritisiert. "In Zeiten maroder Staatsfinanzen müssen Prestigeobjekte wie der Transrapid ad acta gelegt werden", sagte NABU-Vizepräsident Christian Unselt. Durch die Nachforderungen aus Bayern und Nordrhein-Westfalen sei jetzt deutlich, dass der Transrapid ein unkalkulierbares Kostenrisiko darstellt. Anstatt durch weitere finanzielle Zusagen neue Haushaltslöcher aufzureißen, wäre die eingeplante Bundesförderung in Höhe von 2,3 Milliarden Euro wesentlich sinnvoller in das bereits bestehende Verkehrsnetz des ÖPNV investiert.
(Köln) - Das Bundesfinanzministerium hält Klagen über die hohe Steuer- und Abgabenbelastung am Standort Deutschland für sachlich unbegründet und stützt sich dabei auf Berechnungen der OECD. Danach rangiere Deutschland mit einer gesamtwirtschaftlichen Steuerquote von 21,7 Prozent in Europa am untersten Ende der Belastungsskala. Doch ist das nur die halbe Wahrheit weil die Steuereinnahmen buchungstechnisch verkürzt werden und die Sozialabgaben ausgeklammert sind.
(Köln) - Nach einem umfangreichen Diskussionsprozess hat sich der Ärztetag 2002 mit großer Mehrheit für das Kompromissmodell des Bundesärztekammervorstands zur Einführung des Facharztes für Innere und Allgemeinmedizin entschieden. Damit ist die Tür aufgestoßen worden für eine am Bedarf orientierte, einheitliche und flexible Weiterbildung für die Funktionen der heutigen Allgemeininternisten im Krankenhaus und der zukünftigen Hausärzte. Außerdem erlaubt das Kompromissmodell die Verkürzung der Gesamtweiterbildungszeit für die Schwerpunktinternisten um ein Jahr und führt flexible Anrechnungsmöglichkeiten anderer patientennaher Fächer zur Vereinfachung der Weiterbildungsorganisation für die zukünftigen Internisten und Hausärzte ein.
(Berlin) - Arbeitgeberpräsident Dr. Dieter Hundt ist neuer Vorsitzender des Gemeinschaftsausschusses der Deutschen Gewerblichen Wirtschaft. Er wurde am 4. Februar einstimmig von der Mitgliederversammlung des Gemeinschaftsausschusses für zwei Jahre in das neue Amt berufen. Der Gemeinschaftsausschuss traf sich an diesem Tag außerdem zur Aussprache zum Jahreswirtschaftsbericht 2003 mit den Bundesministern Clement und Eichel. Hundt forderte dabei als neuer Vorsitzender des Gemeinschaftsausschusses die Bundesregierung zu beherzten Strukturreformen des Arbeitsmarkts auf.
(Hannover) - Jedes Jahr schädigen die Folgen von Mobbing in Behörden und Betrieben die Volkswirtschaft zwischen 40 und 60 Milliarden Euro. Fachleute schätzen, dass regelmäßig 1,5 Millionen Menschen gemobbt werden. Darauf weist der Bundesfachverband Betriebliche Sozialarbeit (bbs) hin. Die Ursachen dafür liegen meistens in zunehmender Belastung am Arbeitsplatz und den damit verbundenen Ängsten vor Änderungen und Neuerungen. Oft fehlt es auch an klaren Strukturen und Aufgabenverteilungen. Führungskräfte stehen selbst unter Druck und finden selten die Kraft, sich auch noch um ein gutes Betriebsklima und korrekte Arbeitsabläufe und Formen beschäftigen.
(Frankfurt am Main) - Die Deutsche Bahn wird wohl schwerpunktmäßig im Raum Stuttgart, Frankfurt und Köln noch in diesem Jahr voraussichtlich weitere 600 Arbeitsplätze abbauen. Bundesweit sei dadurch mit einer erneuten Verschlechterung von Serviceleistungen zu rechnen. Das hat der stellvertretende Bundesvorsitzende der Verkehrsgewerkschaft GDBA, Klaus-Dieter Hommel, im Vorfeld des 20. Gewerkschaftstages seiner Organisation gesagt.
(Frankfurt am Main) - Der Vorstand des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels hat am Donnerstag in seiner 316. Sitzung unter anderem auch über den zukünftigen Standort der Frankfurter Buchmesse beraten. Er hat einstimmig erklärt, dass es unverändert das Ziel der Verhandlungen sein soll, die weltweit größte Buchmesse auch weiterhin in Frankfurt am Main stattfinden zu lassen. Ob dieses Ziel erreicht werden könne, hänge allerdings vom Ergebnis der Gespräche mit der Frankfurter Messe GmbH und den Hoteliers der Stadt ab. "Als Veranstalter der Frankfurter Buchmesse stehen wir zurzeit vor Problemen, die wir im Sinne und im Auftrag unserer Aussteller lösen müssen; die hohen Hotelpreise, über die sich nicht nur die kleineren Verlage, die in Frankfurt ausstellen, zunehmend beklagen, sind eines davon", erklärte Dieter Schormann, Vorsteher des Börsenvereins, im Anschluss an die Sitzung.
(Frankfurt am Main) - Der Vorstand des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels hat am Donnerstag in seiner 316. Sitzung unter anderem auch über den zukünftigen Standort der Frankfurter Buchmesse beraten. Er hat einstimmig erklärt, dass es unverändert das Ziel der Verhandlungen sein soll, die weltweit größte Buchmesse auch weiterhin in Frankfurt am Main stattfinden zu lassen. Ob dieses Ziel erreicht werden könne, hänge allerdings vom Ergebnis der Gespräche mit der Frankfurter Messe GmbH und den Hoteliers der Stadt ab. "Als Veranstalter der Frankfurter Buchmesse stehen wir zurzeit vor Problemen, die wir im Sinne und im Auftrag unserer Aussteller lösen müssen; die hohen Hotelpreise, über die sich nicht nur die kleineren Verlage, die in Frankfurt ausstellen, zunehmend beklagen, sind eines davon", erklärte Dieter Schormann, Vorsteher des Börsenvereins, im Anschluss an die Sitzung.




