Verbands-Presseticker
(Frankfurt/Main) - Der Plan von Finanzminister Hans Eichel, die steuerliche Abzugsfähigkeit von Firmenspenden abzuschaffen, stößt beim Paritätischen Wohlfahrtsverband auf massiven Protest. Das Vorhaben bedrohe die Existenz vieler kleiner sozialer Projekte und Initiativen, kritisiert der Verband. "Für dieses Ansinnen habe ich nicht das geringste Verständnis", betont Verbandsvorsitzende Barbara Stolterfoht in einem Schreiben an den Minister.
(Bad Homburg) - Mit großem Befremden hat der Vorstand des Verbandes der Importeure von Kraftfahrzeugen e.V. (VDIK) in seiner Sitzung am 22. Oktober 2002 den Koalitionsvertrag der Regierungsparteien zur Kenntnis genommen. "Die Bundesregierung verkennt die Brisanz der wirtschaftlichen Lage. Die Koalitionsvereinbarung ist eine Gebrauchsanweisung für eine weitere Verschlechterung des Standortes Deutschland", kritisiert Volker Lange, Präsident des VDIK.
(Bochum) - Die Spitzenverbände der gesetzlichen Krankenkassen warnen eindringlich vor den im Regierungslager diskutierten weiteren finanziellen Belastungen für die gesetzliche Krankenversicherung (GKV). Der Krankenversicherungsbeitrag für Arbeitslosenhilfebezieher soll um weitere 700 Millionen Euro vermindert und die Umsatzsteuer auf zahntechnische Leistungen von derzeit 7 auf 16 Prozent erhöht werden.
(Köln) - Die deutschen Theater und Orchester sehen sich außerstande, die von ver.di für den gesamten öffentlichen Dienst geforderten Lohnerhöhungen aus eigener Kraft zu finanzieren. Ver.dis Forderungen laufen auf eine Lohnsteigerung von mehr als 3 Prozent in den alten Bundesländern und auf über 5 Prozent in den neuen Bundesländern hinaus. Um die Mittel für diese Erhöhung aufzubringen, müssten viele Theater und Orchester ihre Eigeneinnahmen um rund 25 Prozent steigern.
(Berlin) - Nach Informationen des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH) plant die Bundesregierung eine deutliche Mehrbelastung der gewerblichen Wirtschaft durch die Ökosteuer. So ist offenbar eine Anhebung des ermäßigten Steuersatzes (Strom, Heizöl, Erdgas) für das Produzierende Gewerbe von heute 20 Prozent auf 50 Prozent vorgesehen.
(Mönchengladbach) Round about Kaffee und die Kleingastronomie im Konditorei-Café waren die Trendthemen der diesjährigen Bundestagung des Deutschen Konditorenbundes vom 13. - 15.Oktober 2002 in Aachen. Der Deutsche Konditorenbund setzte in diesem Jahr auf praxisnahe Trendthemen. Während des Forums stellten die Partnerfirmen Lubeca, Lübecker Marzipanfabrik v. Minden & Bruhns GmbH & Co. KG, Miwe Michael Wenz GmbH und der Weinwirtschaftsverband CIVR ihr Können zum Thema Die Kleingastronomie im Konditorei-Cafe´ unter Beweis.
(Berlin) - "Die niedergelassenen Ärzte sind erstklassige Garanten für den Zuwachs an Arbeitsplätzen. Die Zahl der sozialversicherten Jobs in Arztpraxen ist im letzten Jahr weiter gestiegen." Dies verkündete heute Dr. Manfred Richter-Reichhelm in Berlin. Der Erste Vorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) unterstrich den hohen Stellenwert des Gesundheitswesens auf dem Arbeitsmarkt.
(Frankfurt/Main) - Als Sprengsatz für die Umsetzung der Hartz-Vorschläge hat IG Metall-Vorstandsmitglied Horst Schmitthenner die geplanten Leistungskürzungen bei Arbeitslosen bezeichnet. Die Zustimmung der Gewerkschaften zur Weiterentwicklung der Arbeitsämter in dienstleistungsorientierte Job-Center sowie zur Verbesserung der Arbeitsvermittlung sei an die Zusage gebunden, auf pauschale Leistungskürzungen bei Arbeitslosen zu verzichten, sagte Schmitthenner am 23. Oktober in Frankfurt.
(Kriftel) - Ein Wachstum von 2,2 Prozent verzeichnete das Kraftfahrt-Bundesamt bei den Neuzulassungen von Caravans im September 2002. Damit steigen die Zulassungszahlen im Caravan-Sektor im zweiten Monat in Folge wieder an (+4,4 Prozent im August 2002). Im dritten Quartal des Kalenderjahres verzeichneten die Caravan-Hersteller nur noch ein Zulassungsminus im Vergleich zum Jahr 2001 von 1,5 Prozent.
(München) - Die Preise für die Getreideerzeuger befinden sich nach wie vor auf einem sehr niedrigen Niveau. Von einer enormen Steigerung der Getreidepreise, wie von Bäckerseite behauptet wird, kann nicht die Rede sein, stellt der Bayerische Bauernverband fest.



