Verbands-Presseticker
(Düsseldorf) - "Die Arbeitgeber sind unbeweglich bis zur Eisstarre". Mit diesen Worten kommentierte Lutz Hammerschlag, Verhandlungsführer des Marburger Bundes, den Ausgang der zweiten Verhandlungsrunde mit den kommunalen Arbeitgebern. Auch bei dem gestrigen (3. Februar 2010) Zusammentreffen in Düsseldorf legten die Arbeitgeber kein Angebot vor. Die Tarifvertragsparteien gingen ohne greifbares Ergebnis auseinander und wollen sich am 24. und 25. Februar zu einer weiteren Verhandlungsrunde in Frankfurt am Main treffen.
(Frankfurt am Main) - Erste Warnstreiks hat es gestern (3. Februar 2010) auch an Kindertagesstätten gegeben. Das teilte die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) am ersten Warnstreiktag im öffentlichen Dienst bei Bund und Kommunen mit. An Kundgebungen in München und Nürnberg etwa hätten über 3.000 Beschäftigte teilgenommen. Darunter mehrere Hundert Erzieherinnen, Sozialpädagogen und Lehrkräfte, die an kommunalen Schulen beschäftigt sind. "Wir wollen eine Lösung am Verhandlungstisch. Für die nächste Verhandlungsrunde erwarten wir ein Angebot der Arbeitgeber. Die Aktionen der Beschäftigten zeigen, dass sie die Nase von der Hinhaltestrategie der Arbeitgeber voll haben", sagte GEW-Verhandlungsführerin Ilse Schaad. Die Gewerkschaften haben ein Forderungspaket mit einem Umfang von fünf Prozent geschnürt.
(Berlin) - Mit großem Unverständnis hat der DPhV-Vorsitzende Heinz-Peter Meidinger auf die Ergebnisse der aktuellen Erhebung der Kultusministerkonferenz reagiert, wonach über einen Monat nach Beginn des Wintersemesters noch 18.000 Studienplätze in den Numerus-clausus-Fächern unbesetzt waren. Als Ursache werden in der Erhebung organisatorische Mängel genannt.
(Bad Honnef) - Der Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau e. V. (BGL) lenkte jetzt kritisch die Aufmerksamkeit auf das Verhalten der Banken bei der Kreditvergabe an kleinere und mittelständische Unternehmen. BGL-Hauptgeschäftsführer Dr. Hermann J. Kurth zeigte auf: "Bei ihrer Geschäftspolitik sollten die Geldinstitute die besondere Situation bestimmter Branchen berücksichtigen und ihre - teilweise von ihnen selbst eingestandene - Zurückhaltung bei der Vergabe von Krediten lockern."
(Frankfurt am Main) - HESSENMETALL, der Arbeitgeberverband der hessischen Metall- und Elektro-Industrie, hat beim Innovationswettbewerb "Meine Zukunft" Projekte von Auszubildenden und Trainees seiner Mitgliedsunternehmen zum Finale nominiert. 24 Teams aus 15 Unternehmen gingen an den Start. "Wer über einen so innovativen Nachwuchs verfügt, für dessen Zukunft muss man sich keine Sorgen machen. Die 12 Wettbewerbsbeiträge der Finalisten aus dem Who-is-Who der hessischen M+E-Industrie haben voll überzeugt", kommentierte Jury-Vorsitzender Klemens Diezemann, Geschäftsführer von HESSENMETALL, die Ergebnisse.
(Frankfurt am Main) - Bücher feiern, Ideen schützen: Der 23. April ist der UNESCO-Welttag des Buches und der Rechte der Autoren. Den weltweiten Feiertag nimmt die Buchbranche zum Anlass, mit Werbemitteln, Veranstaltungsangeboten und ihrer Beteiligung an der Buch-Gutschein-Aktion Kinder und Jugendliche für Bücher und das Lesen zu begeistern. In diesem Jahr möchte der Börsenverein des Deutschen Buchhandels rundum den Welttag des Buches junge Leser zudem für den Wert des geistigen Eigentums sensibilisieren. "Junge Menschen brauchen Bildungschancen und die Möglichkeit, sich mit ihren individuellen Interessen zu entwickeln. Ohne einen vielfältigen Buchmarkt, der inspiriert und informiert, ist das nicht möglich. Deshalb wollen wir aufklären, wie ein starkes Urheberrecht unsere kulturelle Vielfalt schützt", sagt Prof. Dr. Gottfried Honnefelder, Vorsteher des Börsenvereins.
(Leipzig) - Klimafreundliche Finanzprodukte leisten einen wirksamen Beitrag zum Klimaschutz. Um mehr Anleger dafür zu gewinnen, bedarf es jedoch neben Aufklärung und Information eines wirksamen Anlegerschutzes. Experten schätzen, dass der Markt für Geldanlagen mit Klimaschutzbezug allein in Deutschland bei jährlich rund 60 bis 80 Milliarden Euro liegt. Vor dem Hintergrund des Klimawandels wächst das Interesse der Verbraucher, klimabewusst zu investieren. Seit 2006 ist das Volumen von umweltfreundlichen Geldanlagen um 85 Prozent gestiegen.
(Berlin) - Die Zahl der zu Lasten der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) abgegebenen Arzneimittelpackungen ist im Jahr 2009 gegenüber dem Vorjahr konstant geblieben. Mit + 0,2 Prozent veränderte sich die Gesamtzahl nur unmerklich auf 736 Millionen Packungen. Auch die Zahl der von Ärzten ausgestellten Rezepte stagnierte: Eine marginale Veränderung von + 0,1 Prozent festigte die Gesamtzahl von 450 Millionen GKV-Rezepten. Das berechnete die ABDA - Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände. Mit der konstanten Zahl der abgegebenen Arzneimittel stagniert auch das Apothekenhonorar, da die Arzneimittelpreisverordnung einen Festzuschlag pro Packung vorschreibt.
(Berlin) - DGB-Vorstandsmitglied Annelie Buntenbach sagte am Mittwoch (3. Februar 2010) zu den Überlegungen, im Zuge der Hartz IV-Jobcenter-Reform die Verfassung ändern zu wollen: "Die Verfassung darf nicht zum Spielball machtpolitischer Interessen von Ländern und Kommunen werden. Der DGB ist gegen eine Verfassungsänderung, wie sie dem hessischen Ministerpräsidenten vorschwebt. Nachdem das Bundesverfassungsgericht die derzeitige Mischverwaltung von BA und Kommunen im Hartz IV-System für verfassungswidrig erklärt hat, sollten endlich die sozialen Probleme der Hartz IV-Empfänger in den Mittelpunkt gerückt werden. Ziel muss es sein, allen Arbeitslosen Gleichbehandlung zu garantieren - egal wo sie wohnen."
(Köln) - Der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) hat heute (3. Februar 2010) auf seiner Jahrespressekonferenz eine gemischte vorläufige Bilanz der Arbeit der neuen Bundesregierung nach 100 Tagen im Amt gezogen. Positiv zu verbuchen sind wichtige Aussagen im Koalitionsvertrag wie Zukunft der Regionalisierungsmittel, Anschlussregelung zum Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (GVFG), Bekenntnis zur Finanzierungsverantwortung für die Infrastruktur der nicht-bundeseigenen Eisenbahnen oder dem Erhalt des reduzierten Mehrwertsteuersatzes in den Bereichen der Daseinsvorsorge.





