Verbands-Presseticker
(Berlin) - Der Deutsche Journalisten-Verband hat die Entscheidung der Main-Post begrüßt, die umstrittenen Leiharbeitspläne in der Redaktion des Blattes nicht weiter zu verfolgen. DJV-Bundesvorsitzender Michael Konken rief tarifflüchtige Zeitungsverlage dazu auf, dem Beispiel der Main-Post zu folgen und die geltenden Tarifverträge für Tageszeitungen wieder zur Grundlage der Personalpolitik zu machen. Die zur Verlagsgruppe Holtzbrinck gehörende Main-Post wollte die Redakteurinnen und Redakteure in eine Zeitarbeitsfirma überführen, die nicht dem Zeitungstarif unterliegt. Massiver Druck des Bayerischen Journalisten-Verbands und der Redaktion führte schließlich zu dem Rückzieher der Verlagsspitze.
(Berlin) - Wunsch und Wirklichkeit in der Werbung klaffen häufig weit auseinander. Das trifft ganz besonders zu, je verblüffender die Versprechen von Autowerkstätten sind. Lilo Blunck, Vorstandsvorsitzende des Bundes der Versicherten (BdV): "Ein herausragendes Beispiel dafür hören wir immer wieder von einem Windschutzscheiben-Experten, der Steinschlag-Reparaturen zum Nulltarif anbietet."
(Berlin) - "Eine einseitige Orientierung am wirtschaftlichen Nutzen und der beruflichen Verwertbarkeit von Wissen verkennt die Bedeutung von Weiterbildung für den Prozess des Lebenslangen Lernens." Das ist eine Schlussfolgerung der gemeinsamen Stellungnahme des Verbands Deutscher Privatschulverbände e.V. (VDP) und sieben weiterer Verbände, Träger und Institutionen der Weiterbildung zum Entwurf des Deutschen Qualifikationsrahmens (DQR).
(Berlin) - Der Vorsitzende des Hartmannbundes, Prof. Dr. Kuno Winn, hat dazu aufgerufen, die durch die Bundestagswahl entstandene gesundheitspolitische Zäsur auch zu einem Umdenken in der Diskussionskultur zu nutzen. "Ich kann nur an alle Beteiligten appellieren, Sachlichkeit und Kompetenz in den Mittelpunkt der politischen Auseinandersetzung zu rücken", sagte Winn. Er sei davon überzeugt, so Winn, dass der neue Gesundheitsminister für einen solchen neuen Stil in der politischen Auseinandersetzung alle Voraussetzungen und - im Gegensatz zu seiner Vorgängerin - auch den Willen dazu mitbringe. Konkrete Kritik übte Winn an der Behauptung des Gesundheitsexperten des Bundesverbandes der Verbraucherzentralen, Dr. Stefan Etgeton, die hohe Zahl der Arztbesuche in Deutschland sei auf ein "zu häufiges Einbestellen" von Patienten durch den behandelnden Arzt zurückzuführen.
(Hannover) - "Wir fordern nach wie vor ein Wahlrecht für geschlossene Gesellschaften, was das Rauchverbot im niedersächsischen Gastgewerbe betrifft", kommentiert Herrmann Kröger, Präsident des Niedersächsischen Hotel- und Gaststättenverbandes (DEHOGA Niedersachsen), den aktuellen Evaluierungsbericht der Landesregierung. Weitere Ausnahmen vom Rauchverbot wie zum Beispiel die Sonderregelungen für Raucherräume oder Einraumgaststätten sollen laut Evaluierungsbericht nicht zugelassen werden.
(Berlin) - Einkommenskombinationen haben sich im ländlichen Raum zu einem vielseitig nutzbaren Instrument entwickelt, da ist sich der Deutsche LandFrauenverband sicher: Für Familien ist es eine Möglichkeit für zusätzliche Einkommensquellen, für die Landwirtschaft ist es ein wichtiges Instrument zur Anpassung an den agrarstrukturellen Wandel und regionale Akteure erhoffen sich dadurch Bleibeperspektiven.
(Berlin) - Der Deutsche Anwaltverein (DAV) hat auf seinem Neujahrsempfang, dem "Auftakt", einen verbesserten Berufsgeheimnisträgerschutz für alle Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte gefordert. Dies umfasst vor allem die im Koalitionsvertrag vorgesehene Änderung des § 160a StPO, den Schutz des Vertrauensverhältnisses zwischen Anwalt und Mandant vor Überwachungsmaßnahmen. Darüber hinaus fordert der DAV eine Erweiterung des Zeugnisverweigerungsrechts der Anwältinnen und Anwälte.
(Hannover) - Die Restlaufzeiten der deutschen Atomkraftwerke (AKW) sollen als Teil eines energiepolitischen Gesamtkonzepts verlängert werden. Das gab Bundeskanzlerin Merkel vor kurzem bekannt. Der Bundesverband der Energie-Abnehmer e. V. (VEA) begrüßt diese längst überfällige Entscheidung der Bundesregierung. "Bis ökonomisch und ökologisch vertretbare Alternativen für Atomkraft zur Verfügung stehen, sind verlängerte Restlaufzeiten für AKW unbedingt erforderlich", erklärt Manfred Panitz, geschäftsführendes Vorstandsmitglied des VEA.
(Berlin) - Die deutsche Landwirtschaft wird ihre Klimaschutzpolitik nach dem Klimagipfel von Kopenhagen konsequent fortsetzen, denn sie ist nicht nur selbst direkt betroffen, sondern kann auch einen erheblichen Anteil zum Klimaschutz leisten. Darin bestand kein Zweifel bei den Teilnehmern des Politik-Talks des Deutschen Bauernverbandes (DBV) auf der Bühne des ErlebnisBauernhofes zum Klimaschutz. Die Staatssekretärin des Bundesumweltministeriums Katherina Reiche zeigte auf, dass der Klimawandel "Realität ist". Regionen wie Mitteleuropa hätten je nach Erwärmung vielleicht nicht ganz so dramatische Folgen zu befürchten, doch würde es in der Verantwortung der Europäer und auch der europäischen Landwirte stehen, an den Problemlösungen aktiv mitzuarbeiten. Der Beschluss von Kopenhagen, Technologie zum Klimaschutz durch die reichen Länder für die armen Länder zu finanzieren, sei deshalb ein großer Erfolg. Reiche warnte vor "ganz einfachen Antworten zum Klimaschutz". Es seien zu komplexe Zusammenhänge, die zur Klimaerwärmung führten, als dass man sie mit einer banalen Empfehlung zum Beispiel mit dem Verzicht von Fleisch in der Ernährung erreichen könnte.
(Berlin) - Die deutsche Brauwirtschaft zeigt einmal mehr ihre Verantwortung für eine verantwortungsvolle Marktkommunikation. Seit Jahresbeginn lassen die sieben werbestärksten deutschen Brauereigruppen ihre Werbemaßnahmen vor Veröffentlichung durch den Zentralverband der Deutschen Werbewirtschaft (ZAW) prüfen. Der ZAW ist die Dachorganisation von 40 Verbänden der werbenden Unternehmen, der Medien, Werbeagenturen, Werbeberufe und Forschung in diesem Wirtschaftszweig.








