Verbands-Presseticker
(Berlin) - Die stellvertretende DGB-Vorsitzende Ingrid Sehrbrock hat die aktuelle Bilanz des Ausbildungspaktes kritisiert. "Der Ausbildungspakt präsentiert uns heute wieder eine frisierte Bilanz. Frei nach dem Motto `Es kann nicht sein, was nicht sein darf´ wird die Statistik schön gerechnet. So wird die wahre Lage auf dem Ausbildungsmarkt systematisch verschleiert", sagte Sehrbrock am Dienstag (13. Oktober 2009) in Berlin.
(Köln) - Auf der jährlichen Mitgliederversammlung des Kuratoriums Deutsche Altershilfe (KDA) haben die anwesenden Kuratorinnen und Kuratoren am 8. Oktober den alten Vorstand bestätigt und ein neues Mitglied hinzugewählt.
(Berlin) - Die schwarz-gelbe Bundesregierung plant Feldversuche mit überlangen und überschweren Lkw auf Deutschlands Straßen. Das geht aus dem Abschluss-Papier der Koalitionsarbeitsgruppe zum Verkehr hervor, das der Allianz pro Schiene vorliegt. Wörtlich heißt es in dem Entwurf für den Koalitionsvertrag: "Wir wollen neue Nutzfahrzeugkonzepte durch die maßvolle Erhöhung der Lkw-Fahrzeuggrößen und -gewichte ermöglichen. Einen Einsatz größerer Lkw sehen wir allerdings nur in geeigneten Relationen. Chancen und Risiken wollen wir in einem bundesweiten Feldversuch evaluieren." Lediglich die Maximalvariante soll ausgeschlossen werden: "Die Einführung des 60-Tonner-Lkw lehnen wir ab", heißt es in dem Papier. Dirk Flege, der Geschäftsführer der Allianz pro Schiene, kritisierte das Vorhaben scharf. "Hinter einer scheinbar harmlosen Formulierung wird ein Politikwechsel zugunsten von Monstertrucks vorbereitet. Mit kleinen Schrittchen sollen die bisher geltenden Höchstmaße und -gewichte ausgehöhlt und nach oben verschoben werden."
(Berlin) - Die heute (13. Oktober 2009) veröffentlichten Zahlen der Bundesagentur für Arbeit machen deutlich, dass die Krise den Arbeitsmarkt erreicht hat. Besonders bemerkbar wird das bei den betrieblichen Ausbildungsplätzen - im Ausbildungsjahr 2009 fehlen wieder mehr als 120.000 Ausbildungsplätze.
(Frankfurt/Nürnberg) - Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hat den Partnern des Ausbildungspakts vorgeworfen, "die Lehrstellenbilanz zu schönen". "Fakt ist: Auch im gerade zu Ende gegangenen Ausbildungsjahr haben über 100.000 junge Menschen keinen betrieblichen Ausbildungsplatz erhalten. Für Selbstlob der Ausbildungspakt-Partner gibt es überhaupt keinen Anlass. Rund 1,5 Millionen Menschen der 20- bis 29-jährigen haben keinen Berufsabschluss. Der Fachkräftemangel, den die Arbeitgeber ständig lautstark beklagen, ist selbst verschuldet", sagte GEW-Vorsitzender Ulrich Thöne am Dienstag (13. Oktober 2009) mit Blick auf die Lehrstellenbilanz 2008/09.
(Berlin) - "Die Agrarwirtschaft ist eine Stütze in der Wirtschaftskrise. Wenn es vielen Menschen inzwischen schlechter als früher geht, dann sind stabile Preise für Lebensmittel ein echter Rettungsanker für das Familienbudget." Dies betonte der Präsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Gerd Sonnleitner, im Rahmen eines agrarökonomischen Seminars vor Studenten an der Hochschule Neubrandenburg. Zwar habe sich die gesamte Produktionskette bei Nahrungsmitteln − angefangen von den Landwirten mit den vor- und nachgelagerten Wirtschaftsbereichen bis hin zur Ernährungsindustrie und dem Handwerk − bisher relativ stabil gegenüber der allgemeinen Wirtschaftskrise gezeigt. Gleichzeitig sei aber zu spüren, dass die Produktionskette erheblich unter Druck geraten sei, dass sie "wirklich ächzt und stöhnt unter den Umsatzverlusten, die ja den Kehrwert sinkender Verbraucherausgaben für Lebensmittel bedeuten", sagte der Bauernpräsident.
(Berlin) - Deutschlands Solarbranche ist in den letzten Jahren rasant gewachsen. Davon profitiert nicht nur das Klima, sondern auch der Staat. Nach Angaben des Bundesverbandes Solarwirtschaft e.V. (BSW-Solar) erzielte Deutschland allein 2008 Steuereinnahmen in Höhe von knapp drei Milliarden Euro aus der direkten und indirekten Besteuerung deutscher Solarstromunternehmen und ihrer rund 50.000 Beschäftigen. Die im selben Jahr über das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) gewährten Anschubinvestitionen beliefen sich hingegen auf rund zwei Milliarden Euro. Deutschlands Solarwirtschaft setzt sich damit gegen Vorwürfe aus der konventionellen Energiewirtschaft und ihr nahestehender Wirtschaftsinstitute und Politiker zur Wehr, die Markteinführung der Solarstromtechnologie (Photovoltaik) sei zu teuer und die Förderung müsse deshalb schneller reduziert werden.
(Mainz) - Der Präsident des Bauern- und Winzerverbandes Rheinland-Pfalz Süd e. V., Norbert Schindler, MdB hat eine zukunftsorientierte Weichenstellung der deutschen Landwirtschaft im Rahmen der Koalitionsverhandlungen gefordert. Dies sei unbedingt notwendig, um die Betriebe aus der Finanz- und Wirtschaftskrise herauszuführen und nachhaltig zu stärken, so Schindler.
(Frankfurt am Main) - IG Metall-Vorstandsmitglied Regina Görner hat die aktuelle Bilanz des Ausbildungspaktes als "nachweislich falsch" bezeichnet: "Die Zahlen des Ausbildungspaktes zum Vermittlungsjahr 2009 sind frisiert und spiegeln nicht die Realitäten bei der Ausbildung wider", sagte Görner am Dienstag (13. Oktober 2009) in Frankfurt. Nach Berechnungen der Gewerkschaften und des Bundesinstituts für Berufsbildung waren Ende September 2009 noch rund 83.000 Jugendliche ohne Ausbildungsplatz. Die Partner des Ausbildungspaktes rechnen dagegen nur mit 9.600 unversorgten Bewerbern.
(Frankfurt am Main) - Die deutsche Elektroindustrie sieht noch keine Erholung. Der Umsatz sank im August gegenüber Vorjahr um 26 Prozent, der Auftragseingang um 29 Prozent. "Zwar setzt sich die zögerliche Bodenbildung fort, eine echte Trendwende lässt aber weiter auf sich warten", sagte Dr. Andreas Gontermann, Chefvolkswirt des ZVEI - Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie.




