Verbands-Presseticker
(Berlin) - "Die deutsche Musikwirtschaft fordert deutliche rechtliche Einschränkungen des massenhaften Musikkopierens", erklärte Gerd Gebhardt, einstimmig wiedergewählter Vorsitzender der deutschen Phonoverbände, im Rahmen der Mitgliederversammlung am 30. Oktober. "259 Millionen mit Musik kopierte CD-Rohlinge in Deutschland im letzten Jahr sind existenzbedrohend für unsere Mitgliedsfirmen. Das können auch erfolgversprechende Ansätze wie der boomende Absatz von Musik-DVDs, die hoch attraktive Pocket Disc im kleinen Format (3 Inch) und der Musikvertrieb im Internet nicht wettmachen."
(Berlin) - "Der erwartete Nachholbedarf der Verbraucher ist im September noch nicht zum Tragen gekommen. Auch nach Sommerhitze und Urlaubszeit hielten sich die Konsumenten mit ihren Anschaffungen weiter zurück, so dass die Umsätze im Einzelhandel knapp unter dem Niveau des Vorjahresmonats liegen", kommentierte am 30. Oktober Johann Hellwege, Hauptgeschäftsführer des Handelsverband BAG die vom Statistischen Bundesamt veröffentlichten Zahlen.
(Hamburg) Das Präsidium des Bundesverbandes Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung (BGL) e.V. ist auf der Delegiertenversammlung am 30. Oktober 2003 in Hamburg neu gewählt worden. Da sich der langjährige Vizepräsident Hermann Schreck nicht mehr zur Wiederwahl stellte, wurden die bisherigen Vizepräsidenten Heinrich Frey, Karl-Heinz Kohn, Michael Lohse, Klaus-Peter Röskes, Adalbert Wandt und Hans Wormser im Amt bestätigt.
(Bonn) - Wir sind weit auseinander. Mit diesen Worten fasste DJV-Verhandlungsführer Hubert Engeroff am 30. Oktober die zweite Runde der Tarifverhandlungen für Tageszeitungsredakteure zusammen. Es entsteht der Eindruck: Die Verleger wollen abkassieren und nicht konstruktiv mit uns gemeinsam die Schwierigkeiten der Zeitungsbranche lösen. Bei der Verhandlungsrunde für die rund 14.000 Tageszeitungsredakteure bestand zwischen DJV, ver.di und BDZV nur Einigkeit in der Beurteilung der wirtschaftlichen Schwierigkeiten.
(Berlin) - "Die Debatte um das Drei-Säulen-Modell der deutschen Kreditwirtschaft ist kontraproduktiv und schadet dem Ansehen unserer Branche im In- und Ausland", so Dr. Christopher Pleister, Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR). Damit ließen sich die Strukturprobleme in der deutschen Bankenlandschaft nicht lösen. Statt nicht enden wollender öffentlicher Diskussionen sei jetzt konkretes Handeln gefragt.
(Berlin) - Bundesbildungsministerin Edelgard Bulmahn hat am 30. Oktober in Berlin den Ausbildungs-Oskar 2003 der Jungen Deutschen Wirtschaft überreicht. Insgesamt zehn Unternehmen und Initiativen wurden für ihr vorbildliches Engagement in der Ausbildung ausgezeichnet. Die vielfältigen Aktivitäten der Bewerber, so die Schirmherrin und Jury-Vorsitzende, offenbaren die Stärke der betrieblichen Ausbildung. Vielen Unternehmen mache es Spaß, sich für junge Menschen einzusetzen und ihnen eine rundum gute Ausbildung zu bieten.
(Bonn) - Das neue Verbindungsbüro der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) in Moskau wird am Dienstag, dem 4. November 2003 vom Präsidenten der DFG, Professor Ernst-Ludwig Winnacker, offiziell eröffnet. An der Zeremonie nehmen der Vizepräsident der Russischen Akademie der Wissenschaften (RAN), Akademiemitglied Gennadi Mesjac, der Vorsitzende des Rates der Russischen Stiftung für Grundlagenforschung (RFFI), Akademiemitglied Michail Alfimov, der deutsche Botschafter in Moskau, Dr. Hans-Friedrich von Ploetz sowie zahlreiche Gäste aus Deutschland und Russland teil.
(Berlin) - Mit Unverständnis hat der Deutsche Sparkassen- und Giroverband das Plädoyer des Staatssekretärs im Bundesministerium der Finanzen Caio Koch-Weser zur Auflösung wichtiger Strukturelemente des deutschen Kreditwesens zur Kenntnis genommen. Es sei ungewöhnlich, so der Präsident des DSGV Dr. Dietrich H. Hoppenstedt, dass sich hier ein Mitglied der Bundesregierung zum Interessenvertreter für eine international bedeutende deutsche Bank mache und dabei in Kompetenzen der Bundesländer eingreife.
(Bonn) - Zu den am 22. Oktober bekannt gewordenen Überlegungen der Bundesregierung zur Reform der Pflegeversicherung erklärt das IWG Bonn: Die von der Bundesregierung derzeit erwogenen Änderungen bei der gesetzlichen Pflegeversicherung werden den Herausforderungen nicht gerecht. Die Regierung verspielt damit die wahrscheinlich letzte Chance, wenigstens bei der Pflegeversicherung einen notwendigen Systemwechsel vorzunehmen und in einem vom demographischen Wandel besonders betroffenen Bereich die Weichen hin zu privater kapitalgedeckter Vorsorge und zu einer gerechten Lastenverteilung zwischen den Generationen herzustellen.
(Frankfurt am Main) - Vor einem Kurswechsel in der Bewertung menschlichen Lebens hat der Paritätische Wohlfahrtsverband die Bundesregierung gewarnt. Der Dachverband von 80 bundesweit engagierten Verbänden der Behinderten- und Gesundheitsselbsthilfe erteilt jeglicher Instrumentalisierung menschlichen Lebens eine Absage. Embryonen dürften unter keinen Umständen als Rohstofflieferanten missbraucht werden, betonte Verbandsvorsitzende Barbara Stolterfoht.



