Verbands-Presseticker
(Frankfurt am Main) - Im ersten Halbjahr 2003 besaßen 11,1 Millionen Deutsche Aktien oder Anteile an Aktienfonds. Dies entspricht 17,3 Prozent der Bevölkerung. Gegenüber dem zweiten Halbjahr 2002 ging die Zahl der Aktionäre um 372.000 zurück. Dies geht aus den jüngsten Infratest-Umfragen im Auftrag des Deutschen Aktieninstituts hervor, bei denen insgesamt 15.000 Personen befragt wurden. 1997 besaßen erst 5,6 Millionen Deutsche (8,9 Prozent) Aktien oder Aktienfonds; das bedeutet eine Zunahme um 5,5 Mio. bzw. 99 Prozent. Der Höchststand der Aktionärszahlen war im ersten Halbjahr 2001 mit 13,4 Millionen zu verzeichnen.
(Bonn) - Die Sicherung der Kinder im Auto hat sich verschlechtert. Dies trifft besonders die Kinder ab 6 Jahren, von denen innerorts nur gerade die Hälfte (53 Prozent) richtig gesichert werden; 40 Prozent von ihnen werden mit den Erwachsenengurten und damit nicht altersgerecht geschützt und 7 Prozent sind überhaupt nicht angegurtet. Damit sind die Kinder aufs Höchste gefährdet, erklärt der Deutsche Verkehrssicherheitsrat. Bereits bei einer Vollbremsung könne es zu ernsthaften Verletzungen kommen. Nach Angaben der Bundesanstalt für Straßenwesen, BASt, waren im Jahre 2001 noch 59 Prozent der Kinder innerorts richtig und 34 Prozent mit dem Erwachsenengurt gesichert.
(Bonn) - In nur rund 30 Prozent aller Fälle ist nach dem Tode eines Bundesbürgers auch ein Testament vorhanden. Ist kein Testament vorhanden, also in der Mehrzahl aller Todesfälle, tritt nach dem Tode die sogen. gesetzliche Erbfolge ein, die im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) geregelt ist. Hierzu kommt es für die Erben nicht selten zu Überraschungen, da die Erbansprüche auch von vermeintlich weitläufigeren Familienangehörigen größer sind als häufig angenommen. Nicht zuletzt entstehen dadurch auch die bisweilen gefürchteten Erbengemeinschaften, bei denen kein Erbe ohne die Zustimmung der anderen Erben über die Nachlassgegenstände verfügen kann.
(Köln) - Als in der heutigen Lage völlig inakzeptabel bezeichnet der NAV-Virchow-Bund den Umgang der gesetzlichen Krankenkassen (GKV) mit den Beiträgen der Versicherten. Im vergangenen Jahr sind die Verwaltungskosten der GKV mit über 8 Milliarden Euro auf ein neues Rekordhoch gestiegen. Dies ist durch nichts zu rechtfertigen, unterstreicht der Bundesvorsitzende des NAV-Virchow-Bundes, Dr. Maximilian Zollner. Ein Einfrieren der Verwaltungskosten per Gesetz helfe hier nicht weiter. Es müssen endlich die Strukturen der Verwaltungskosten durchleuchtet und verändert werden, so Dr. Zollner weiter.
(Freiburg) - Grundsätzlich positiv hat der Deutsche Caritasverband Pläne der Bundesregierung aufgenommen, den lange geforderten und diskutierten Kinderzuschlag nun zumindest ansatzweise Realität werden zu lassen. Der Kinderzuschlag bewirkt in der jetzt avisierten Höhe von 140 Euro pro Kind, dass Geringverdienerfamilien zumindest auf Zeit nicht allein aufgrund der Unterhaltsleistungen ihren Kindern gegenüber auf den Bezug von Sozialhilfe angewiesen sein werden. Unverständlich bleibt jedoch, dass dieser Zuschlag auf eine maximale Bezugsdauer von 36 Monaten beschränkt werden soll.
(Berlin) - Der Deutsche Familienverband sieht in dem angekündigten Kindergeldzuschlag für Familien im Niedriglohnbereich einen notwendigen Schritt, um Familien vor Nachteilen bei der Zusammenlegung von Arbeitslosen- und Sozialhilfe zu schützen. Darauf dürfe sich die Familienpolitik allerdings nicht ausruhen: Gefordert ist nach wie vor der konsequente Ausbau des Familienleistungsausgleichs, sprich eine Kindergelderhöhung für alle Familien. Gerade mit Blick auf gering verdienende Familien muss außerdem die vom Bundesverfassungsgericht geforderte Berücksichtigung von Kindern bei den Sozialabgaben zügig umgesetzt werden, so Verbandspräsident Dr. Albin Nees.
(Berlin) Eine der markantesten Unternehmerpersönlichkeiten seit dem zweiten Weltkrieg vollendet am 6. August 2003 seinen 85. Geburtstag: Otto Wolff von Amerongen. Mit seinen wirtschaftpolitischen Positionen, seinem außergewöhnlichen außenwirtschaftlichen und außenpolitischen Engagement hat der Unternehmer Wolff die Nachkriegszeit in Deutschland entscheidend mitgeprägt. Er war von 1969 bis 1988 Präsident des Deutschen Industrie- und Handelstages (DIHT), wie der Deutsche Industrie- und Handelskammertag damals hieß. Seit 1988 ist er Ehrenpräsident des DIHK.
(Berlin) - Für die forschenden Arzneimittelhersteller steht die Arzneimittelforschung in Deutschland durch die Gesundheitsreformpläne auf dem Spiel. "Ein staatlich verordneter 16-prozentiger Zwangsrabatt und die Aushebelung des Patentschutzes durch Festbeträge stellen Deutschland als zukunftsfähigen Forschungsstandort grundsätzlich in Frage. Das sind die bisher massivsten Eingriffe der Politik in die unternehmerische Tätigkeit der forschenden Arzneimittelhersteller in diesem Land", kritisierte die Hauptgeschäftsführerin des Verbandes Forschender Arzneimittelhersteller (VFA), Cornelia Yzer, am 4. August in Berlin.
(Düsseldorf) - Online-Werbung wird 2003 als einzige Mediengattung deutliche Zuwächse verbuchen können. Allein im ersten Halbjahr konnte ein Wachstum von 19,7 Prozent zum Vergleichszeitraum des Vorjahres erzielt werden. Die Stabilisierung der Umsätze des Gesamtwerbemarktes, die in den letzten Monaten nach einer längeren Durststrecke erstmals wieder gestiegen sind, dürfte sich weiter positiv auf die Steigerungsraten auswirken. Experten rechnen mit einer durchschnittlichen Steigerung zwischen 15 und 20 Prozent in den kommenden Jahren, so dass der Anteil der Online-Werbung bis 2005 zu anderen Mediengattungen aufschließen kann.
(Hamburg) - Der Preis für Eurosuper in Deutschland lag im Juli 2003 mit 109 Cent pro Liter um knapp 1 Cent über dem des Vormonats. Der Dieselpreis betrug 86,5 Cent pro Liter und war damit gegenüber Juni unverändert. Auch auf dem Rotterdamer Produktenmarkt haben die Preis im Juli angezogen. Die Einkaufskosten für Eurosuper stiegen um knapp 2 Cent auf 19,9 Cent pro Liter. Diesel kostete am Rotterdamer Markt mit 18,3 Cent pro Liter 0,3 Cent mehr als im Vormonat.




