Verbands-Presseticker
(Berlin) - Der Verband der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten (VATM) bewertet die heutige Entscheidung der Regulierungsbehörde als einen herben Rückschlag für die weitere Entwicklung des Wettbewerbs. Ab sofort darf die Telekom neue Tarife anbieten, die in einem Fall z.B. an Wochenenden kostenloses Telefonieren ermöglichen. Um dieses Angebot in Anspruch zu nehmen, muss neben der ohnehin erhöhten Grundgebühr bei Analoganschlüssen auch eine zusätzliche monatliche Pauschale vom Kunden entrichtet werden.
(Berlin) - Für dieses und das nächste Jahr ist keine Entspannung der Finanzlage der öffentlichen Haushalte in Sicht im Gegenteil: Der aktuelle Wochenbericht des DIW Berlin 36-37/2003 schätzt das Defizit bei Bund, Ländern und Gemeinden in diesem Jahr auf 80 Mrd. Euro (in Abgrenzung der Finanzstatistik); dies sind 20 Mrd. Euro mehr als 2002. Im nächsten Jahr dürfte der Fehlbetrag mit 87 Mrd. Euro noch höher ausfallen, wenn die dritte Stufe der Steuerreform auf 2004 vorgezogen wird.
(Essen) - Der Monitoring-Bericht des Bundesministeriums für Wirtschaft und Arbeit (BMWA) lehnt das derzeitige Netzzugangsmodell der Gaswirtschaft als Wettbewerbshindernis zu Recht ab, plädiert mit klaren Worten für eine endlich fortschrittliche Gas-Alternative wie das von BDI/VIK vorgeschlagene Zonen- bzw. Entry-Exit-Modell, fordert beide Marktseiten zur Weiterarbeit an den offenen Strommarkt-Problemen auf und legt den Grundstein für ein zupackendes Regulierungssystem. Eine insgesamt gelungene Analyse mit zukunftsfähigen Therapievorschlägen, urteilt der VIK Verband der Industriellen Energie- und Kraftwirtschaft in einer ersten Reaktion.
(Stuttgart) - Die Lücke auf dem Lehrstellenmarkt schließt sich weiter. Hierauf wies Landeshandwerkspräsident Klaus Hackert heute vor der Landespresse hin. Ende August betrug der Rückstand gegenüber dem Vorjahr nur noch drei Prozent. "Wir haben außerordentlich Dampf gemacht und sind dabei, die Lehrstellenlücke im Handwerk zu schließen" stellte Klaus Hackert fest. Noch im Juni hatte der Rückstand bei 7,6 Prozent und im Juli bei 4,5 Prozent gelegen.
(Berlin) - In der Debatte zur aktiven Verbraucherpolitik warnt der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) vor der Einführung eines Vorsorgeprinzips. Dies bedeute, dass der Staat bereits bei Hinweisen auf mögliche erhebliche Schäden für die Gesundheit des Bürgers eingreife, aber noch keine gesicherten, wissenschaftlichen Erkenntnisse über genaue Art und Ausmaß des Schadens vorlägen. Der DIHK fordert deshalb, nicht die Schwelle für staatliche Warnungen herabzusetzen.
(Berlin) - Anlässlich der Jahres-Wirtschaftspressekonferenz am 2. September 2003 in Berlin erklärt der Vizepräsident des Bundesverbandes Deutscher Fertigbau, Gerd Glenewinkel: Die für unsere Branche durchaus positive Entwicklung im letzten Jahr und auch die vorsichtig optimistische Prognose für dieses Jahr sind eine Ausnahme innerhalb der gesamten Bauwirtschaft. Der Bundesverband Deutscher Fertigbau befürchtet allerdings bereits ab dem nächsten Jahr eine erneute massive Verschlechterung der Konjunkturentwicklung im Eigenheimbau.
(Hamburg) - "Phonowirtschaft und Geräteindustrie sind aufeinander angewiesen und gemeinsam erfolgreich", erklärt am 3. September Gerd Gebhardt, Vorsitzender der deutschen Phonoverbände. Musikfans wollen beides: spannende Aufnahmen ebenso wie moderne und zuverlässige Abspielgeräte. Beide Wirtschaftsbereiche müssen deshalb ihre Potentiale entwickeln können - ein wichtiger Schlüssel dazu liegt in verbesserter Zusammenarbeit.
(Berlin) - Die am 2. September veröffentlichte Prognos Studie zeigt, dass sich das Engagement der Unternehmen zur Verbesserung der Vereinbarkeit von Erwerbs- und Familienarbeit lohnt. Beratungsangebote für Eltern, bedarfsgerechte Teilzeitregelungen, flexible Arbeitszeitmodelle, Telearbeit bis hin zu betrieblich unterstützten Kinderbetreuungseinrichtungen können teilweise erhebliche Kosten einsparen und werden in vielen Unternehmen bereits erfolgreich umgesetzt, erklärte Arbeitgeberpräsident Dr. Dieter Hundt am 2. September in Berlin.
(Eschborn) - Selten wurde die Diskussion in Deutschland um eine Senkung der Kosten für die soziale Sicherung so heftig geführt wie in den vergangenen Monaten. Dies lässt die Hoffnung zu, dass endlich auch in der Politik die Einsicht zunimmt, dass die von den Unternehmen seit Jahren geforderte Entlastung bei den Lohnzusatzkosten dringend erforderlich ist. Diese Zusatzkosten sind ausschlaggebend dafür, dass die gesamten Arbeitskosten in deutschen Unternehmen im internationalen Vergleich in der Spitzengruppe rangieren.
(Berlin) - Im Rahmen der Bemühungen um einen EU-Beitritt hat die Türkei Gesetzesänderungen im Bereich der Menschenrechte auf den Weg gebracht. Dies hat amnesty international (ai) begrüßt. Die Menschenrechtsorganisiert kritisiert jedoch, dass es in vielen Fällen an konsequenter Umsetzung mangelt. Zudem fordert sie weitere Gesetzesreformen. Die türkische Regierung hat gesetzlich festgelegt, dass Personen ab dem Zeitpunkt ihrer Festnahme Zugang zu einem Anwalt haben sollen. In der Praxis wird dies jedoch häufig verhindert."


