Verbands-Presseticker
(Berlin) - Der Deutsche Journalisten-Verband hat zum Tag der Arbeit auf die zunehmende Bedrohung der unabhängigen journalistischen Arbeit in den Redaktionen durch Leiharbeit hingewiesen. "Einige Verleger setzen alles daran, Journalisten zu billigen Lohnschreibern zu degradieren", kritisierte DJV-Bundesvorsitzender Michael Konken. Er nannte in dem Zusammenhang die mehr als ein Dutzend Zeitungsverlage in Deutschland, die qualifizierte Redakteursstellen ausschließlich dauerhaft mit Leiharbeitnehmern besetzen. "Sie missbrauchen das Arbeitnehmerüberlassungsgesetz zur reinen Profitmaximierung." Besonders skandalös daran sei, dass mit der Sächsischen Zeitung und der Frankfurter Rundschau zwei Zeitungen Leiharbeit einsetzten, an denen die SPD beteiligt sei. "Wer sich den Tag der Arbeit auf die Fahnen schreibt, muss mit gutem Beispiel vorangehen", erklärte Konken.
(Wiesbaden) - Dialogmarketingunternehmen haben große Sorge, dass sich ein Ausbau an gesetzlichen Restriktionen negativ auf den in dieser Branche so starken Arbeitsmarkt auswirken könnte. Dies ergab eine Umfrage unter den Mitgliedern des Deutschen Dialogmarketing Verbands DDV.
(Bonn/Hamburg) - Anlässlich des europäischen Melanoma-Tages am 5. Mai 2008 rufen die Deutsche Krebshilfe und die Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Prävention (ADP) e. V. dazu auf, die Hautkrebs-Früherkennung zu nutzen. 22.000 Menschen erkranken jedes Jahr neu an dem besonders aggressiven Malignen Melanom, auch bekannt als schwarzer Hautkrebs. Die Zahl der Melanom-Patienten verdoppelt sich derzeit alle zehn Jahre. 2.300 Menschen sterben jährlich bundesweit daran, so Professor Dr. Eckhard Breitbart, Zweiter Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Prävention (ADP). Die Einführung des kostenlosen Hautkrebs-Screenings für alle gesetzlich Versicherten ab 35 Jahren bietet eine große Chance denn früh erkannt, ist Hautkrebs heilbar.
(Köln) - Die Förderung von Braunkohle und die zeitnahe Rekultivierung nicht mehr benötigter Abbauflächen sind untrennbar miteinander verbunden. Eine Abwälzung der Kosten für die Wiederherstellung von Kulturlandschaften auf die Allgemeinheit findet in Deutschland nicht statt, teilte der Bundesverband Braunkohle (DEBRIV) in einer ersten Reaktion auf entstellende Medienberichte mit. Braunkohle, so der DEBRIV, ist unter Berücksichtigung aller Kosten und im Hinblick auf alle Reviere ein vollständig subventionsfreier Energieträger, der verlässlich und marktgerecht für ein Viertel der deutschen Stromerzeugung sorgt. Eine Verlagerung von Kosten zulasten von Umwelt und Gesellschaft findet in der deutschen Braunkohlenindustrie nicht statt, erklärte der Verband.
(Berlin) - Die Förderung der Altersteilzeit auf Kosten der Beitragszahler soll nach dem Willen des Handelsverband BAG planmäßig Ende 2009 auslaufen. Der Verband der Mittel- und Großbetriebe des Einzelhandels spricht sich damit gegen ein am nächsten Montag (5. Mai 2008) im Parteipräsidium der SPD vorliegendes Konzept aus, nach dem der vorzeitige Ausstieg aus dem Arbeitsleben auch über 2009 hinaus von der Bundesagentur für Arbeit (BA) subventioniert werden soll. Zuvor hatten sich SPD-Vize Andrea Nahles und DGB-Chef Sommer für eine entsprechende Förderung der Altersteilzeit auch in Zukunft stark gemacht.
(Berlin) - Der VDZ Verband Deutscher Zeitschriftenverleger weist die in einer Ankündigung auf einen ARD-Beitrag "Quoten, Klicks und Kohle (SWR) gemachten Behauptungen zurück, die Verleger wollten die digitale Entwicklung der öffentlich-rechtlichen Sender behindern. Derartige Unterstellungen werden nicht dadurch richtiger, dass man sie bei jeder sich bietenden Gelegenheit wiederholt, meint VDZ-Geschäftsführer Wolfgang Fürstner. Während ZDF-Intendant Markus Schächter den Verlegern Zensurversuche unterstellt, wirft SWR-Intendant Peter Boudgoust den Verlegern vor, den öffentlich-rechtlichen Senden im Internet die journalistische Entfaltung vorenthalten zu wollen: Texte sind neben Video- und Audio-Angeboten, neben Fotos und Grafiken, ganz selbstverständliche Bestandteile jeder Internetseite. Wer uns ins Postkutschenzeitalter zurückschicken will, der soll das sagen.
(Berlin) - Zu den am Mittwoch (30. April 2008) veröffentlichten Arbeitsmarktdaten sagte DGB-Vorstandsmitglied Claus Matecki: "Die gute Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt setzt sich fort, doch Mitte des Jahres droht das Ende des Beschäftigungszuwachses."
(Frankfurt/Berlin) - Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) lehnt die von Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen (CDU) vorgesehene öffentliche Subventionierung kommerzieller Träger von Kindertageseinrichtungen ab. Dieses Ziel schreibt der heute (30. April 2008) im Bundeskabinett beschlossene Gesetzentwurf eines Kinderförderungsgesetzes fest. "Die öffentliche Förderung profitorientierter Kita-Unternehmen wird die soziale Entmischung in Krippen und Kindergärten beschleunigen: Es gibt teure Bildung für die Reichen und billige Betreuung für die Armen - diese Entwicklung kennen wir aus anderen Ländern, die auf gewerbliche Kitas setzen", erklärte der Vorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), Ulrich Thöne. Der GEW-Vorsitzende verwies auf eine Studie der Konrad-Adenauer-Stiftung, die schon heute Deutschland auf dem Weg in eine neue Art der "Klassengesellschaft" sieht. "Wenn die Kinder verschiedener sozialer Schichten, keine gemeinsamen Erlebnisse mehr haben, ihnen die Lebenswelt der anderen Familien fremd ist, gefährdet das den sozialen Zusammenhalt unserer Gesellschaft", sagte der GEW-Vorsitzende.
(Berlin) - Wie gelüftet und geheizt wird, entscheidet maßgeblich darüber, ob man sowohl in aufwändiger gedämmten Gebäuden als auch in nicht modernisierten Bestandsbauten schadenfrei wohnen kann. Der neue Ratgeber des Bauherren-Schutzbund e.V. gibt wichtige Hinweise zum richtigen Nutzerverhalten.
(Berlin) - Deutsche Immobilieninvestoren wollen ihr Engagement am heimischen Immobilienmarkt steigern. Das ergab eine Umfrage des IVD Bundesverbands, an der sich deutsche Investoren mit insgesamt 53,5 Milliarden Euro Assets under Management in Deutschland beteiligten. Die teilnehmenden Investoren sind Initiatoren geschlossener, offener Fonds und Spezialfonds sowie Versicherungen. 42 Prozent der Befragten wollen ihr Engagement am deutschen Immobilienmarkt gemessen am Investitionsvolumen stark steigern. 29 Prozent der Befragten wollen wenig mehr am deutschen Immobilienmarkt investieren. 25 Prozent der Unternehmen beabsichtigen, das Investitionsvolumen am heimischen Markt unverändert zu belassen und 4 Prozent wollen ihre Investitionen senken.






